Zeitaktuelle Kunst im Ruhrgebiet

Mit der Galerie „Bunte Hunde“ etabliert sich ein neuer Ort für zeitgenössische Kunst in Oberhausen – mitten im Ruhrgebiet.

Die Galerie versteht sich als lebendiger Treffpunkt: Kunst wird hier nicht nur gezeigt und verkauft,sondern im direkten Dialog erlebbar. Im Zentrum steht die persönliche Begegnung vor Ort. Unser Onlineshop ergänzt alle Aktivitäten im digitalen Raum. 

Mit unserem gewachsenen Netzwerk aus Kunst, Kultur und Kreativwirtschaft verbinden wir regionale Kunstschaffende mit internationalen Positionen. Unser Programm bewegt sich abseits des Mainstreams: vielseitig, offen und aktuell.

Raum für Entfaltung

In unseren Räumlichkeiten gehört jede Fläche der Kunst. Von den Schaufenstern über die einsehbaren Räume hinab ins Souterrain bis in unsere Büros – wir nutzen Raum und Wände flexibel für wechselnde Ausstellungen. So bieten wir Künstlern und Käufern im Wortsinne Raum für das gesamte Spektrum künstlerischer Ausdrucksformen – von tradierten Techniken bis hin zu zukunftsweisenden Experimenten. Wir setzen auf Austausch statt Dogmen. Wir geben keine festen Antworten vor, sondern schaffen Freiraum für Diskussionen und individuelle Interpretationen.

Unsere Kunst

Wir pflegen einen offenen Kunstbegriff und zeigen die verschiedensten Facetten der Gegenwartskunst. Für uns ist Kunst nicht nur das klassische Gemälde an der Wand oder die Skulptur im Raum. Künstlerischen Ausdruck verstehen wir als lebendigen Prozess. Unser Portfolio umfasst:

Ausstellungen

Ein Blick auf vergangene und aktuelle Ausstellungen

Von Wildtieren und Wahlverwandten

Die Premierenschau „Animal Artlife“ vereint Werke von knapp zehn Künstlerinnen und Künstlern, bei denen Kreativität und Tierschutz oft Hand in Hand gehen. Der Oberhausener Bildhauer Jörg Mazur etwa, der mit seiner Bronze-Skulptur am Hauptbahnhof Oberhausen bereits eine Hommage an die legendäre Elefantenkuh Tuffi schuf, zeigt in der Galerie Arbeiten von Menschenaffen und Nashörnern, die er als politische Statements für Tierrechte versteht. 

Auch Herbert Siemandel-Feldmann setzt sich künstlerisch für den Artenschutz ein. Seine fotorealistischen Kohlezeichnungen aus der Serie „50 Elefanten“ fungieren als Mahnmal gegen den Elfenbeinhandel, wobei pro verkauftem Blatt eine Spende an den NABU-Rangerfonds fließt.

Die Malerin Claudia Gaede hingegen hat sich auf die Darstellung von Galgos spezialisiert und profitiert dabei von ihrem täglichen Anschauungsunterricht als Züchterin dieser spanischen Windhunde. Derweil animieren die organischen Holz- und Bronzeskulpturen von Pia Bohr dazu, Kunst auch taktil zu erfahren. Vom Pinguin bis zum Stier erstreckt sich das skulpturale Repertoire von Iris Schnaitmann – die in Oberhausen ansässige Künstlerin steht ebenfalls auf der Liste von „Animal Artlife“. 

Bei Wolfgang Kleinöders Installation „Achtung Kunst“ signalisieren Kunststoffkrähen und Warnklebeband, dass wir es mit einem Ausnahmebezirk zu tun haben. Einen heiteren Akzent setzen die farbenfrohen Pop-Art-Kreaturen von Michael Holtschulte und seinem Sohn Jona – unter dem Label „MiJo-Popart“ präsentieren sie bizarre Wesen wie „Kotzarella Galoppi“.

Die Ausstellung unterstreicht, dass Tiere seit jeher ein zentrales Motiv der Kunst sind. Die animalische Anziehungskraft wurzelt dabei tief in unserer Natur, blickt die Tiermalerei doch auf eine stolze Ahnenreihe zurück, die von den Höhlen von Lascaux über das alte Ägypten bis zu den symbolträchtigen Bestiarien des Mittelalters reicht. Während Albrecht Dürer mit seinem „Feldhasen“ die Ära der empirischen Naturbeobachtung einläutete, nutzten die Expressionisten des „Blauen Reiters“ das Tier später als Sinnbild für Spiritualität. Auch die Pop Art entdeckte das Sujet für sich – Andy Warhol oder David Hockney hatten ein großes Herz für Tiere, der erste für Katzen, der zweite für Dackel. Dass dieses Thema aktueller denn je ist, zeigen auch große Museumsschauen in Siegen oder die geplante Ausstellung „Tiere“ im LWL-Museum Münster. „Animal Artlife“ trifft somit genau den Nerv der Zeit.

Pop Art und Musik von Jim Avignon

Jim Avignon versteht sich als eine Art Geschichtenerzähler in Bildern mit einem gewissen Talent, darin komplexe Sachverhalte reduziert und komprimiert darzustellen. Man könnte seine Bilder auch als graphic novels in nur einem Bild und ohne Sprechblase beschreiben. Long story short! 

In seinen Malereien verschmelzen Privates und Öffentliches, Soziales und Politisches, Leichtigkeit und Schwere. Er dokumentiert nicht nur seit vielen Jahren die Zeitzeichen, er hinterfragt, reflektiert und kommentiert – wird dabei aber nie dogmatisch und bleibt immer humanistisch.

In der Ausstellung wird es fast ausschließlich neue Arbeiten zu sehen geben, von laptop- bis schrankwandgroß. Die meisten seiner Ideen sind gerade erst im Entstehen und bis zur Vernissage noch streng geheim. Vorab sei schon einmal verraten, dass Avignon u.a. interaktiven Installationen plant, wie einen virtuellen Psychiater und eine große selbstgebaute Jukebox, die man auch besichtigen kann.

Jim Avignon, Vorzeigefigur der deutschen Pop Art und prägende Persönlichkeit der Berliner Techno-Szene der Nachwendezeit, steht für ein ebenso vielseitiges wie unkonventionelles künstlerisches Werk. Seit seinem Umzug nach Berlin 1989 verbindet er Malerei, Musik und Performance und sorgte unter anderem mit der Übermalung seines eigenen Beitrags an der East Side Gallery 2013 international für Aufmerksamkeit. Seine markante, comicartige Bildsprache wird der Pop Art und Street Art zugeordnet und steht – ähnlich wie bei Keith Haring – im Zeichen der Demokratisierung von Kunst.

zwischen stein und poesie

Suria Kassimi
Arbeiten der Serien smart plants (Phytogramme) und Was die Stadt erzählt… (Lochbildfotografie)

„Orte sind energiegeladene Plätze der Erinnerung. Sie unterliegen dem Wandel der Zeit. Strukturwandel ist ein Charakteristikum vieler Orte im Ruhrgebiet. Ohne Wandel – ob politisch oder ökonomisch motiviert – gäbe es die Kraft des Beharrens nicht, die der fotografischen/filmischen Vorgehensweise zugrunde liegt, nicht den Wunsch, etwas dem Strom der Zeit zu entreißen und gewissermaßen auf Dauer zu stellen. Das vorgeschlagene Ausstellungsprojekt steht in einer Linie mit bereits realisierten Arbeiten und verbindet die unterschiedlichen Ansätze mit denen ich mich schon seit geraumer Zeit beschäftige. Zum Einen erkunde ich mit meiner Lochbildkamera industriegeschichtlich spannende Orte (in Oberhausen). Zum Anderen das Nutzen von Naturmaterialien zur Erstellung von Objekten, die auch als fotografisches Negativ fungieren können (Phytogramme).“
– Suria Kassimi

Vernissage: 24.10.2026, 18Uhr
Ausstellungsdauer: 24.10. – 27.11.2026
Künstlerisches Schaffen

Entdecken Sie die Werke unserer Künstler

Hier finden Sie eine Auswahl des künstlerischen Schaffens, das sowohl Tradition als auch Innovation vereint.

Beispielfragment 1

Ein tiefgründiges Werk, das die Gedanken und Emotionen des Künstlers widerspiegelt und neue Perspektiven eröffnet.

Beispielfragment 2

Ein kreatives Meisterwerk, das die Vielfalt der Emotionen in der Kunst auf eindrucksvolle Weise darstellt.

Beispielfragment 3

Ein fesselndes Kunstwerk, das sowohl die Sinne anspricht als auch zum Nachdenken anregt.

Finden Sie uns hier

Öffnungszeiten

Dienstag bis Donnerstag, 13:30 bis 17:00 Uhr

Unser Standort

Lothringer Str. 9, 46045 Oberhausen